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ALZMETALL - investiert für Expansionskurs


Der Chiemgauer Werkzeugmaschinenbauer führt in diesem Jahr umfangreiche Ausstattungsinvestitionen für den eigenen Maschinenpark durch. Die Fertigungsmöglichkeiten im eigenen Haus werden auch zukünftig einen hohen Stellenwert haben.

Mit großer Fertigungstiefe und höchster
Ausführungsqualität ist das Unternehmen heute bekannt. Jetzt sollen mit zwei
neuen Bearbeitungszentren neue Maßstäbe für eine kostengünstigere und
flexiblere Herstellung des eigenen Absatzprogramms gesetzt werden.

Das Horizontal-Bearbeitungszentrum CWK 400 der Firma Heckert ist bereits
seit Anfang Februar im Drei-Schicht-Betrieb. Auf diesem Aggregat werden
Teile bis zu einer Größe von 650 x 650 x 750 mm
und einem Teilegewicht bis
zu 400 Kilogramm bearbeitet. Die Maschine ist ausgestattet mit einem Magazin
für 240 Werkzeuge. Die Versorgung der Maschine erfolgt über
Palettenbestückung unter erheblich reduziertem Personaleinsatz.

Aktuell in dieser Woche erfolgt die Anlieferung und der Aufbau einer
flexiblen Fertigungszelle des renommierten Mindelheimer Maschinenbauers
GROB. Auch hier handelt es sich um ein Horizontal-Bearbeitungszentrum (BZ
1250)
mit etlichen Highlights.

Es können Teile bis zu einer Größe von 2500 x 1600 x 1350 mm und einem
maximalen Werkstückgewicht von 6000 Kilogramm bearbeitet werden. Das Zentrum
ist mit einem Palettenbahnhof mit sechs Werkstückpaletten und einer
Aufspannfläche von jeweils 1600 x 1250 mm ausgestattet. Ebenfalls zur
Ausstattung gehört eine Hauptspindel mit Werkzeugaufnahme (HSK 100) und
einer Antriebsleistung von 66 KW für Drehzahlen bis 7000 U/min. Die

Hauptspindel wird aus einem Werkzeugmagazin mit 252 Bearbeitungswerkzeugen
über einen Portalroboter versorgt.

Über die technischen Leistungsdaten hinaus beeindrucken die Dimensionen am
Aufstellungsort der Maschine. Aufgrund des Gesamtmaschinengewichts von 100
Tonnen, wurde zunächst ein Fundament in der Abmessung eines
Einfamilienhauses mit einer ein Meter dicken Bodenplatte aus 200 m³ Beton
und 20 Tonnen Baustahl erstellt. Zur Erstellung des Fundamentes und zum
Einbringen der Maschine in die Halle wurde eine Seitenwand auf eine Länge
von zehn Metern und eine Höhe von fünf Metern geöffnet.

Die neuen Bearbeitungszentren sind CNC-gesteuert. Die Programmierung
(Siemens 840 D) läuft auf Hochtouren, damit die Bearbeitungspalette auf das
breite ALZMETALL-Sortiment ausgedehnt werden
kann. Beide neuen Zentren sind
ebenfalls Online an ein sogenanntes Werkzeugvoreinstellgerät (Kelch)
gekoppelt. Um eine möglichst bedienerunabhängige Vermessung der
Bearbeitungswerkzeuge zu erreichen, ist dieses Voreinstellgerät mit einer
digitalen Kamera zum Vermessen der Werkzeugschneiden ausgestattet.

Obwohl die Auftragslage bei ALZMETALL ausgesprochen gut ist, wird mit hoher
Priorität auch für den Bedarf im eigenen Haus produziert. Eine dritte
Großinvestition schließt sich nämlich im Sommer dieses Jahres an. Die
Giesserei - von jeher ein sicheres Standbein von ALZMETALL - wird dann mit
einer neuen Formsandanlage (HWS) ausgestattet. Hierfür werden über 300
Formsandkästen höchster Bearbeitungsgenauigkeit benötigt. Es versteht sich,
dass diese im eigenen Haus gefertigt werden. Die Leistungspalette der
Giesserei wird nach dieser Investition an Umfang und Bedeutung gewinnen.
Grau- und Sphäroguss in bestmöglichen Produktqualitäten für unterschiedliche
Branchen- und Abnehmerkreise lassen auch hier auf eine Zunahme der
Geschäftsaktivitäten schließen.

http://www.alzmetall.com


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