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GILDEMEISTER erzielt 2009 positives Ergebnis

: DMG MORI


Bielefeld. Die gesamtwirtschaftliche Lage wurde im Jahr 2009 von der Wirtschaftskrise geprägt. Der weltweite Werkzeugmaschinenmarkt erlebte seine historisch schwerste Krise: Die Nachfrage sank weltweit um 30%, in Deutschland um 60%. Auch GILDEMEISTER bekam diese Entwicklung deutlich zu spüren: Der Auftragseingang war um 39% rückläufig und erreichte 1.145,9 Mio € (Vorjahr: 1.882,0 Mio €). Der Umsatz sank um 722,8 Mio € (-38%) auf 1.181,2 Mio € (Vorjahr: 1.904,0 Mio €); ein höherer Rückgang konnte durch den guten jahresanfänglichen Auftragsbestand vermieden werden.

GILDEMEISTER erzielte 2009 ein positives Ergebnis. Als Folge des geringeren
Umsatzes war die Ertragslage deutlich rückläufig; das vierte
Quartal verlief wie geplant leicht positiv. Das EBITDA betrug 61,5 Mio €
(Vorjahr: 188,9 Mio €); das EBIT belief sich auf 32,4 Mio € (Vorjahr:
158,2 Mio €). Das EBT war mit 7,1 Mio € positiv (Vorjahr: 126,7 Mio €). Der
Jahresüberschuss im Konzern betrug 4,7 Mio € (Vorjahr: 81,1 Mio €).
Unser Ziel, ein positives Ergebnis (EBT) zu erwirtschaften, haben wir
erreicht. Alle Zahlen sind vorläufig und stehen unter dem Vorbehalt
der Abschlussprüfung sowie der Feststellung des Abschlusses durch
den Aufsichtsrat.

Das Geschäftsjahr 2009 war für die Werkzeugmaschinenbranche und
auch
für GILDEMEISTER – bedingt durch die Wirtschaftskrise – eines der
schwierigsten Jahre in der Unternehmensgeschichte. Auch 2010 wird ein
weiteres schweres Jahr, bevor 2011 die Erholung einsetzt.

Der Umsatz sank um 722,8 Mio € (-38%) auf 1.181,2 Mio € (Vorjahr: 1.904,0 Mio €);
ein höherer Rückgang konnte durch den guten jahresanfänglichen Auftragsbestand
vermieden werden. Im vierten Quartal betrug der Umsatz 333,5 Mio €
und lag damit 38% unter dem Vorjahreszeitraum (540,8 Mio €). Im Segment
„Werkzeugmaschinen“ reduzierte sich der Umsatz im Gesamtjahr auf 757,7 Mio €
(-36%). Das Segment „Services“ erzielte 423,3 Mio € (-41%); davon entfielen
auf die Sparte „Solartechnik“ 88,5 Mio € (Vorjahr: 199,5 Mio €). Die Inlandsumsätze
sanken
auf 496,5 Mio € (-40%); die Auslandsumsätze verringerten
sich auf 684,7 Mio € (-36%). Die Exportquote betrug 58% (Vorjahr: 56%).
Der Auftragseingang war um 39% rückläufig und erreichte 1.145,9 Mio € (Vorjahr:
1.882,0 Mio €). In den ersten drei Quartalen entwickelte sich der Auftragseingang
analog zum schwierigen Marktumfeld stark rückläufig. Im vierten
Quartal erreichte der Auftragseingang 327,7 Mio € (Vorjahr: 289,2 Mio €). Das
Werkzeugmaschinengeschäft fiel im Gesamtjahr um 51% auf 568,0 Mio €.
Das Servicegeschäft betrug 577,7 Mio € (-21%); positiv entwickelte sich das
Solargeschäft mit 299,8 Mio € (+85%). Die Auslandsbestellungen beliefen sich
auf 802,0
Mio € (Vorjahr: 1.038,6 Mio €). Die Aufträge aus dem Inland nahmen
um 59% auf 343,9 Mio € ab (Vorjahr: 843,4 Mio €). Der Auslandsanteil betrug
70% (Vorjahr: 55%).

Am 31. Dezember 2009 betrug der Auftragsbestand im Konzern 586,7 Mio €
(-19%); davon entfielen 248,2 Mio € bzw. 42% auf die Sparte „Solartechnik“.
GILDEMEISTER erzielte 2009 ein positives Ergebnis. Als Folge des
geringeren Umsatzes war die Ertragslage deutlich rückläufig; das vierte Quartal
verlief wie geplant
leicht positiv. Das EBITDA betrug 61,5 Mio € (Vorjahr:
188,9 Mio €); das EBIT belief sich auf 32,4 Mio € (Vorjahr: 158,2 Mio €). Das
EBT war mit 7,1 Mio € positiv (Vorjahr: 126,7 Mio €). Der Jahresüberschuss
im Konzern betrug 4,7 Mio € (Vorjahr: 81,1 Mio €). Unser Ziel, ein positives
Ergebnis (EBT) zu erwirtschaften, haben wir erreicht.

Am 31. Dezember 2009 waren 5.450 Mitarbeiter, davon 253 Auszubildende,
bei GILDEMEISTER beschäftigt (Vorjahr: 6.451). Im Vergleich zum Jahresende
2008 wurde das Personal um 1.001 Mitarbeiter (-16%)
abgebaut. Zudem
haben wir Kapazitätsanpassungen vorrangig durch Kurzarbeit vorgenommen.

Insbesondere im Segment „Werkzeugmaschinen“ haben wir Personalkapazitäten
abgebaut. Auch im Segment „Services“ haben wir Anpassungen in einigen
Gesellschaften in Europa, Amerika und Deutschland umgesetzt. Zum Jahresende
arbeiteten 3.443 Mitarbeiter (63%) bei unseren inländischen und 2.007
Mitarbeiter (37%) bei den ausländischen Gesellschaften. Die Personalquote lag
bei 30,3% (Vorjahr: 20,7%); der Personalaufwand reduzierte sich um 58,6 Mio €
auf
346,9 Mio € (Vorjahr: 405,5 Mio €).

Die GILDEMEISTER-Aktie gewann im Jahr 2009 deutlich an Wert. Sie
entwickelte sich mit einem Plus von 44% (year-on-year) besser als der
MDAX (+34%). In das Börsenjahr startete die Aktie mit einem Kurs von 7,49 €
(02.01.2009) und schloss zum 30. Dezember 2009 mit 11,33 €. Der gute
Verlauf der GILDEMEISTER-Aktie wurde durch die positive Entwicklung der
Sparte „Solartechnik“ und die Kooperation mit Mori Seiki getrieben. Aktuell
notiert die Aktie bei 10,33 € (10.02.2010).

Ausblick 2010:
Der deutsche Maschinenbauverband (VDMA) geht bei seinen Prognosen von
einer Stagnation aus;
der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken)
rechnet mit einem weiteren globalen Rückgang des Werkzeugmaschinengeschäftes.
GILDEMEISTER geht mit vorsichtigem Optimismus in das Geschäftsjahr
2010. Der Auftragseingang verläuft zu Jahresanfang erwartungsgemäß noch
auf verhaltenem, aber steigendem Niveau. Wir verzeichnen ein zunehmendes
Investitionsinteresse bei den Werkzeugmaschinen. Der zufriedenstellende
Auftragseingangsverlauf im Januar auf der NORTEC (Hamburg) und im
Februar auf der Traditions-Hausausstellung in Pfronten bestätigt unseren
Planansatz. Mit einem Auftragseingang von 58,5 Mio € und 292 verkauften
Maschinen erhält GILDEMEISTER damit zu Jahresbeginn erste positive
Impulse aus den Branchenhighlights. Wir rechnen im ersten Quartal beim
Auftragseingang mit einem Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresquartal
(236,8 Mio €). Der Umsatz wird im ersten Quartal deutlich unter dem Niveau
des Vorjahres liegen. Grund hierfür ist der stark reduzierte Auftragsbestand bei den „Werkzeugmaschinen“.
Die Belebung beim Auftragseingang
wird sich
erst zeitverzögert auf den Umsatz auswirken. Für das erste Quartal gehen wir
von einem negativen Ergebnis (EBT) aus.
Das Geschäftsjahr 2010 wird eine weitere Bewährungsprobe für GILDEMEISTER;
uns steht ein schweres Jahr bevor. Wir haben schnell reagiert
und die durchgeführten Anpassungsmaßnahmen schaffen eine gute Ausgangsposition
für die Zukunft. Für die „Werkzeugmaschinen“ rechnen wir
noch mit einem schwierigen internationalen Marktumfeld. Bei den „Services“
gehen wir von einer Markterholung aus. Für das Solargeschäft erwarten wir
eine positive Entwicklung. Für das Geschäftsjahr 2011 ist eine nachhaltige
Erholung zu erwarten.



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