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Mitarbeiter 4.0: „Ewiggestrige“ haben es schwer

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Nahezu alles ist heutzutage möglich, aber nix ist fix. Den Job fürs Leben vom Berufseinstieg bis zur Pension gibt es mittlerweile kaum mehr. Und was früher von Personalverantwortlichen mehr als kritisch beäugt wurde, geht inzwischen zum Teil schon als nachahmenswert durch – Job-Hopping. Warum? Weil Menschen mit „bewegten“ Lebensläufen in der Regel daran gewöhnt sind, flexibel auf neue Aufgaben, Arbeitsweisen und auch Trends zu reagieren. Ansichten von Brancheninsider Joe Kranawetter

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Brancheninsider Joe Kranawetter.

Brancheninsider Joe Kranawetter.

Wer in schnelllebigen Zeiten wie diesen allzu blauäugig auf die vermeintliche Sicherheit einer Fixanstellung und alleine auf die damit verbundenen innerbetrieblichen Ausbildungen vertraut und damit Dienst nach Vorschrift macht, läuft rasch Gefahr, den Anschluss zu verlieren und von ambitionierten Newcomern überrundet zu werden. Deshalb heißt es für jeden von uns Dranbleiben an neuen Technologien und lernen, lernen, lernen. Und zwar nicht, weil es von irgendeiner Seite von uns verlangt wird, sondern weil wir selbst fit bleiben müssen für eine Welt, in der sich das Rad der Veränderung permanent dreht.

Am Puls der Zeit sein

Wir brauchen Mitarbeiter, die offen sind: Offen für Wissen, für Themen die bewegen, für neue Herausforderungen, aber auch für unterschiedlichste Informationskanäle. Denn moderne Kommunikationswege wie Facebook, Xing, WhatsApp, Twitter oder auch Instagram tragen erheblich dazu bei, am Laufenden zu bleiben – über branchenrelevante Events und Entwicklungen, über innovative Technologien, über Lösungen und Produkte, über berufliche Veränderungen von Freunden, Geschäftspartnern und Bekannten und und und. Umso mehr Auskunftsquellen angezapft werden, desto vollständiger das Gesamtbild. Deshalb halte ich persönlich es für fatal, wenn man sich diesen Möglichkeiten „aus Prinzip“ gänzlich verschließt. Klar hat eine zu intensive Social Media-Nutzung auch ihre Schattenseiten, aber letztendlich liegt es an uns, wieviel bzw. was wir öffentlich preisgeben. Wobei die Generation Y und alle, die noch später geboren sind, als Digital Natives ohnehin einen ganz anderen, „natürlicheren“ Umgang mit diesen Dingen
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pflegen als wir „älteren Semester“.

Aktive Teilnahme am Geschehen

Ein moderner Mitarbeiter verlässt sich nicht darauf, dass er alles, was für sein karrieretechnisches Weiterkommen von Bedeutung ist, von seinem Arbeitgeber serviert bekommt. Stattdessen zeigt er auch abseits seiner beruflichen Verpflichtungen – also von sich aus – Interesse an seinem beruflichen Umfeld. So sollte beispielsweise jeder, der in irgendeiner Form in der Beschaffung tätig ist, hinterfragen oder beurteilen können, ob diese Dienstleistung oder dieses Produkt, das er zu kaufen gedenkt, dem aktuellen Stand der Technik bzw. einer gesetzlichen Anforderung entspricht. Demnach sollte ein „Mitarbeiter 4.0“ mit dem Thema Wissensbeschaffung genauso vertraut sein wie mit seiner eigentlichen Kernkompetenz. Er oder sie muss in der Lage sein, „richtig“ zu googeln und einen Zugang zu qualifizierten Informationen – beispielsweise auf den Seiten diverser Fachverbände oder der Wirtschaftskammer – zu finden.

Neue Formen der Zusammenarbeit im Kommen

Wir leben in einer Welt, in der alles immer besser, effizienter und auch schneller werden soll. Vernetztes Arbeiten ist mittlerweile Trumpf und Vieles wird von unterwegs erledigt. Moderne Technologien machen mobil und man muss längst nicht mehr in Autos oder Flugzeuge steigen, um bei Besprechungen oder Inbetriebnahmen „live“ dabei zu sein. SharePoint oder Skype
for Business sind ganz gute Beispiel dafür, wie einfach sich heutzutage mit Kollegen oder Geschäftspartnern aus aller Welt in Verbindung treten lässt – unkompliziert, kostengünstig und auch sehr spontan, falls wirklich einmal der Hut brennt und ein besonders rasches Handeln erforderlich ist. Der Einsatz von Augmented-Reality-Technologien in der Industrie ist ebenfalls stark im Kommen und solchen Trends darf man sich nicht verschließen, wenn man attraktiv bleiben will für einen zunehmend anspruchsvoller werdenden Arbeitsmarkt.

Fitte Köpfe gefragt

Innovative Branchen brauchen innovative Köpfe. „Open-minded“-Mitarbeiter, die keine Berührungsängste mit neuen Technologien kennen, sind heute gefragter denn je. Deshalb sollten wir stets versuchen, am Ball zu bleiben. Denn mit jeder Aus- bzw. Weiterbildungsmaßnahme – egal ob beruflich oder privat und egal ob Soft Skills oder fachbezogen – gewinnen wir „an Profil“ und das trägt zum Gesamtergebnis des Arbeitgebers bei.

Brancheninsider Joe Kranawetter.


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