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Praxisorientierte CNC-Ausbildung

: SPINNER


Am Standort Linz des Wirtschaftsförderungsinstituts Oberösterreich (WIFI) wird Wert auf praxisorientierte Ausbildung gelegt. Ziel ist es auch im CNC-Bereich den Kursteilnehmern den Arbeitsprozess so nahezubringen, wie sie ihn später auch im Betrieb vorfinden werden. Seit Sommer 2013 wird dies durch zwei moderne, dreiachsige U-620 CNC-Bearbeitungszentren der Spinner Werkzeugmaschinen GmbH, geliefert durch die österreichische Vertretung Schachermayer, noch besser gewährleistet. Autor: Georg Schöpf / x-technik

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Präzisionsmaschinen mit dem Stabilitätsplus. In der Ausbildung sind universell einsetzbare Maschinen, wie die Spinner U-620 gefragt, die dem aktuellen technischen Stand entsprechen.

Präzisionsmaschinen mit dem Stabilitätsplus. In der Ausbildung sind universell...

In der zerspanenden Fertigung ist der Stellenwert der CNC-Bearbeitung sehr groß. Dem muss auch in der Ausbildung Rechnung getragen werden. „Wir haben es uns im Bereich der CNC-Aus- und Weiterbildung zur Aufgabe gemacht, im Rahmen von Lehrlingsausbildung, Meisterlehrgängen und überbetrieblichen Kursen, Praxis-Know-how immer auf aktuellem Equipment zu schulen“, erklärt Erich Döberl, MSc, der den Fachbereich CNC-CAM Weiterbildung Technik am WIFI Linz seit rund zehn Jahren leitet.

Auf den ca. 340 m² Ausbildungsfläche, die ausschließlich der CNC-Ausbildung gewidmet sind, stehen neben fünf CNC-Fräsmaschinen und drei CNC-Drehmaschinen auch 18 Programmier- und Simulationsarbeitsplätze mit direkter Online-Verbindung zu den CNC-Maschinen für die Programmierung zur Verfügung. So erlernen jährlich rund 400 Lehrlinge und etwa 200 Kurs- und Meisterlehrgangsteilnehmer die CNC-Bearbeitung an topaktuellen Werkzeugmaschinen.

Lernen, was wirklich gebraucht wird

Als wesentliches Kriterium in der Ausbildung wird die Übertragbarkeit auf die Arbeit im Betrieb gesehen. Dabei soll der gesamte Arbeitsprozess von der Zeichnung über die Arbeitsvorbereitung bis zur Umsetzung auf der Maschine 1:1 abgebildet werden. Also genau so, wie ihn der Kursteilnehmer später an seinem Arbeitsplatz vorfinden wird. Das gelingt besonders dadurch, dass die theoretische und die praktische Ausbildung auch räumlich nahe beieinander liegen. Was am Programmierarbeitsplatz erarbeitet wurde, kann umgehend an der Maschine „nebenan“ getestet und umgesetzt werden.

Unterstützung erfährt das WIFI Linz bei dieser Aufgabe durch 20 bis 25 nebenberufliche Trainer,
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Die Ausführung in Fahrständerbauweise ermöglicht beste Zugänglichkeit, Stabilität und eine hohe Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten.

Die Ausführung in Fahrständerbauweise ermöglicht beste Zugänglichkeit, Stabilität...

die ihr Know-how aus der täglichen Arbeitspraxis im eigenen Betrieb mitbringen. Damit können sie den Kursteilnehmern genau vermitteln, wie der industrielle Standard in den Bereichen Arbeitsvorbereitung, Programmierung und Fertigung ist. So lernen die Kursteilnehmer nicht nur das direkte Programmieren an der Maschine, sondern auch den Umgang mit modernen CAM-Lösungen, wie sie auch in der modernen Fertigung eingesetzt werden. „Für uns ist es wichtig, immer am aktuellen Stand der Technik auszubilden. Lehrlinge und Kursteilnehmer sollen optimal auf die Arbeit in der Fertigung vorbereitet werden“, erläutert Döberl seinen Anspruch. „Dazu muss auf industriekonformen Maschinen und Werkzeugen und Software-Lösungen ausgebildet werden. Mit weniger darf man sich einfach nicht zufrieden geben“, so Döberl weiter.

Topaktuelle Ausstattung für optimalen Know-how-Transfer

Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben und auch der ständig wachsenden Zahl von Kursteilnehmern adäquate Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, wird der Maschinenpark des WIFI Linz permanent aktualisiert und erweitert. Dieses Jahr wurden zwei Fräsbearbeitungszentren öffentlich ausgeschrieben, die dann im Sommer zur Anschaffung kamen.

Erich Döberl war es besonders wichtig, Maschinen zu erwerben, die robust, übersichtlich sowie leicht zugänglich sind und mit denen in der Ausbildung rund 80 Prozent der industrieüblichen Arbeitsgänge abgedeckt werden können. Eine weitere, zwingende Anforderung war, dass die Maschinen über die neueste Heidenhain oder Siemens Steuerung verfügen müssen, um die Kurs- und Prüfungsvorgaben zu erfüllen.

Auf diese Ausschreibung
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hat sich Schachermayer aus Linz mit zwei Spinner Bearbeitungszentren beworben. Schachermayer ist langjähriger Lieferant des WIFI Linz sowohl im Bereich Maschinen als auch Arbeits- und Kleinmaterial und seit ca. drei Jahren österreichischer Vertriebspartner der in Sauerlach bei München ansässigen Spinner Werkzeugmaschinen GmbH. Das klar definierte Pflichtenheft legte einen engen Rahmen für die infrage kommenden Lösungen.

Die Entscheidung fiel schließlich auf die von Schachermayer angebotenen dreiachsigen Spinner U-620 mit einer Heidenhain TNC 620 Steuerung – der deutsche Werkzeugmaschinenhersteller bietet bei Heidenhain nur mehr Steuerungen der neuen Generation TNC620 und TNC640 an. Um industriegerecht ausbilden zu können, wurden beide Maschinen um eine vierte Achse in Form eines Rundtisches ergänzt.

Das als Fahrständermaschine ausgeführte Bearbeitungszentrum zeichnet sich durch eine hohe Steifigkeit und Schmutzresistenz aus und ist durch seine hohe Spindeldrehzahl und ein Innenkühlaggregat auch für hochperformantes Arbeiten bestens geeignet. Optimale Zugänglichkeit und hohe Bahngenauigkeit bei perfekter Steifigkeit runden das Portfolio der beiden Maschinen ab. „Damit haben wir die klaren Vorgaben des WIFI optimal erfüllt und konnten uns durch das überzeugende Preis- Leistungsverhältnis schließlich gegenüber unseren Wettbewerbern durchsetzen“, freut sich Walter Lachner, zuständiger Fachberater Metallbearbeitungsmaschinen bei Schachermayer. „Schon vor zwei Jahren konnten wir so am WIFI Innsbruck ebenfalls mit zwei Spinner CNC-Drehmaschinen punkten“, schildert er erfreut diesen weiteren Erfolg.

Fit für die Prüfung

Für
einen Ausbildungsbetrieb wie das WIFI gelten selbstverständlich auch hinsichtlich Service und Wartung spezielle Anforderungen. Da die Maschinen insbesondere auch für Prüfungen eingesetzt werden, müssen kurze Reaktionszeiten im Störungsfall gewährleistet werden. „Serviceleistungen werden über die Firma Spinner direkt abgewickelt, was Zeit spart und maximale Kompetenz sichert“, beschreibt Lachner die gute Zusammenarbeit mit Spinner auf diesem Gebiet. Spinner hat das Servicekonzept den Bedürfnissen angepasst und konnte damit schließlich überzeugen.

Um also marktgerecht ausbilden zu können und den Lehrlingen und Kursteilnehmern optimale Bedingungen für die CNC-Ausbildung zur Verfügung zu stellen, wird beim WIFI Linz stets darauf geachtet, am aktuellen Stand der Technik zu sein. Die beiden Spinner U-620 Fräsbearbeitungszentren erfüllen diese Anforderung perfekt. Und durch die enge Partnerschaft mit Spinner in Österreich ist es der Firma Schachermayer gelungen, die Zusammenarbeit mit dem WIFI weiter zu intensivieren und auch im Bereich der CNC-Bearbeitungszentren Spitzenqualität liefern zu können.

Präzisionsmaschinen mit dem Stabilitätsplus. In der Ausbildung sind universell einsetzbare Maschinen, wie die Spinner U-620 gefragt, die dem aktuellen technischen Stand entsprechen.
Die Ausführung in Fahrständerbauweise ermöglicht beste Zugänglichkeit, Stabilität und eine hohe Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten.
Von der Zeichnung bis zum fertigen Werkstück. Am WIFI Linz wird Wert darauf gelegt, die gesamte Prozesskette zu vermitteln, damit am Ende das Ergebnis stimmt.
Erich Döberl, Fachbereichsleiter CNC-CAM und Walter Lachner, Fachberater Metallbearbeitungsmaschinen Schachermayer freuen sich über die gute Zusammenarbeit.


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CNC-Fräsmaschinen, Aus- und Weiterbildung

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