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Spezialist für nichtrostende Stähle

: Walter


Grundlochgewinde herzustellen, gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Metallbearbeitung. Für Bauteile aus nichtrostenden Stählen gilt dies ganz besonders. Denn die Gefahr, dass das Werkzeug verklemmt oder sogar abbricht, ist relativ hoch. Hinzu kommt, dass die Werkstücke aus einem relativ teuren und schwer zu bearbeitenden Material bestehen. Mit dem neuen Grundlochgewindebohrer TC142 zeigt die Walter AG auf der EMO einen Spezialisten, bei dem man in nichtrostendem Stahl absolut sicher sein kann.

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Optimal für ISO M-Werkstoffe in großer Stückzahl: der Gewindebohrer TC142 in der HSSE-PM Ausführung.

Optimal für ISO M-Werkstoffe in großer Stückzahl: der Gewindebohrer TC142...

Der Bedarf an nichtrostenden Stählen (sog. ISO M-Werkstoffe) steigt stetig. Vor allem wo Hygiene oder Korrosionsbeständigkeit gefragt sind, haben die Werkstoffe seit jeher oberste Priorität. Wie etwa in der Medizin- oder Lebensmitteltechnik. Auch in der chemischen und petrochemischen Industrie, wo besonders aggressive Stoffe geleitet oder gelagert werden, bestehen Behälter, Rohrsysteme, Ventile oder Messeinrichtungen in vielen Fällen aus nichtrostendem Stahl. Selbst im Allgemeinen Maschinenbau sowie der Fahrzeugtechnik sind rost- und säurebeständige Stähle immer häufiger im Einsatz, um eine hohe Produktqualität zu garantieren.

Prozessunterbrechungen vermeiden

Wer bei der Bearbeitung des anspruchsvollen Materials gute Ergebnisse erzielen will, kommt um speziell darauf abgestimmte Werkzeuge nicht herum. Denn die Eigenheiten des Materials, insbesondere seine hohe Zähigkeit und schlechte Wärmeleitfähigkeit, erfordern perfekt darauf abgestimmte Werkzeug-Eigenschaften. Da es zudem zumeist um kostenintensive Bauteile geht, hat die Prozesssicherheit für den Bearbeiter eine sehr hohe Priorität. Ein Werkzeugbruch kann das Werkstück unbrauchbar machen oder zu Stillstandzeiten führen. Spezielle, für nichtrostende Stähle ausgelegte Werkzeuge, reduzieren Prozessunterbrechungen und vermeiden so ungeplante Zusatzkosten. Ein solcher Spezialist ist der Grundlochgewindebohrer TC142 der Walter AG, das neue High-End-Werkzeug aus der Supreme-Linie.

„Knackpunkte beim Schneiden von Grundlochgewinden in nichtrostendem Stahl sind zum einen die Spanabfuhr, zum anderen das Umschalten in die Rückwärtsbewegung aus dem Grundloch heraus“, erklärt Timo Mager,
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Der Vorteil der vaporisierten Variante des TC142 liegt in seiner hohen Prozesssicherheit.

Der Vorteil der vaporisierten Variante des TC142 liegt in seiner hohen Prozesssicherheit.

Senior Produktmanager Gewindewerkzeuge bei der Walter AG in Tübingen. „Werden bei dieser Anwendung ungeeignete Gewindebohrer eingesetzt, ist der Werkzeugbruch fast schon vorprogrammiert. Der Grund liegt auf der Hand: Nichtrostende Stähle sind zäh und federn zurück. Deshalb verklemmt das Werkzeug sehr schnell. Eine optimierte Geometrie kann dem sehr effizient entgegenwirken. Genau diese haben wir beim TC142 realisiert. Ein weiteres besonderes Feature ist die besondere Nutform mit einem Drallwinkel von 50°. Sie sorgt für eine verbesserte Spanabfuhr. Zusätzlich legten die Werkzeugkonstrukteure die Span-Nuten besonders lang aus. Dadurch sind, ansonsten schwierig herzustellende, Gewindetiefen bis 3 x D möglich.“

Verschiedene Ausführungen

Um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Anwender zu berücksichtigen, fertigt Walter den neuen Hochleistungsgewindebohrer in zwei Ausführungen: Die WW60RB-Variante aus HSS-E-PM verfügt über eine extrem verschleißfeste Beschichtung und bietet dadurch sehr hohe Standzeiten und Schnittgeschwindigkeiten. Eine Version, die sich vor allem an Zerspaner mit größeren Stückzahlen richtet. Bei der Variante aus WY80FC entschied sich Walter für eine vaporisierte Oberfläche. Die ist nicht nur besonders wirtschaftlich, sie besticht auch durch eine exzellente Spanbeherrschung und gewährleistet dadurch sehr hohe Prozesssicherheit. Außer für nichtrostende Stähle im Festigkeitsbereich 400–1000 N/mm2 eignet sich der TC142 auch sehr gut für
höherfeste sowie hochfeste Stähle von 700–1200 N/mm2 aus der Werkstoffgruppe ISO P. Die Gewindetiefe reicht hier sogar bis 3,5 x D.

Halle 14, Stand L01


Optimal für ISO M-Werkstoffe in großer Stückzahl: der Gewindebohrer TC142 in der HSSE-PM Ausführung.
Der Vorteil der vaporisierten Variante des TC142 liegt in seiner hohen Prozesssicherheit.



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Gewindebohrer, EMO

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