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Standortsicherung durch Fachkräfteausbildung, Automatisierung und Flexibilität

: KOWE


Der CNC-Dreh- und Frässpezialist KOWE CNC-Metallverarbeitungs GmbH in Geinberg in Oberösterreich ist seit mittlerweile 20 Jahren erfolgreich als Zulieferbetrieb im Bereich der Zerspanung tätig. Das Unternehmen wurde als Ein-Mann-Betrieb gegründet und beschäftigt mittlerweile 33 Mitarbeiter.

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Siegfried Kobencic, Geschäftsführer KOWE CNC-Metallverarbeitungs GmbH

Siegfried Kobencic, Geschäftsführer KOWE CNC-Metallverarbeitungs GmbH

Die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte ist dabei ein wesentliches Erfolgskriterium.

Mitarbeiter im Zentrum

Die Zerspanungstechniker- und Maschinenbautechnikerlehrlinge bekommen schon sehr früh und umfassend vermittelt, worauf es in der Zerspanung wirklich ankommt. Einen hohen Stellenwert haben dabei der richtige und effektive Einsatz von Werkzeugen, die exakte Beachtung der Qualitätsvorschriften und das wirtschaftliche Arbeiten. Dazu holt KOWE regelmäßig Werkzeuglieferanten für Schulungen ins Haus. Auch auf die ständige Weiterbildung der Fachkräfte im Bereich Programmierung und CNC-Technik wird ebenfalls größter Wert gelegt. Der Markt verlangt höchste Qualität zu äußerst knapp kalkulierten Preisen. Dieser Herausforderung gilt es täglich gerecht zu werden. Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn die Abläufe ständig überprüft und optimiert werden. Dazu gehört auch, dass die Anlagen immer auf dem neuesten Stand der Technik sind. Deshalb macht KOWE neben der kontinuierlichen Kapazitätserweiterung auch immer wieder Ersatzinvestitionen. Ein weiterer Schritt in Richtung Wirtschaftlichkeit wird aktuell bei den Fräszentren gesetzt, diese werden mit Automatisierung ausgestattet, sodass die Maschinenkapazitäten auch in der Fräserei besser genutzt werden können. Die demografische Entwicklung zeigt, dass in absehbarer Zeit die nötigen Fachkräfte nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen werden, daher muss neben Maßnahmen zur Höherqualifizierung auch die vollautomatische Fertigung vorangetrieben werden.

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Vollautomatische Fertigung, wie hier in der Fräserei bei KOWE, ist laut Siegfried Kobencic zukünftig ein Muss um national und international bestehen zu können.

Vollautomatische Fertigung, wie hier in der Fräserei bei KOWE, ist laut Siegfried...

Entwicklung zum Systemlieferant

Die Vielfalt der Fertigungsmöglichkeiten garantiert ein umfangreiches Teileportfolio. Das macht den Betrieb relativ krisenresistent. Die einseitige Abhängigkeit von einer Branche bedeutet Risiko. Die Kunden fordern vermehrt ganze Produktgruppen aus einer Hand zu beziehen, das beinhaltet viele Zusatzleistungen in Bereichen Oberflächenbehandlung, Montage bis hin zur Erstellung von Bedienungsanleitungen oder Verpackungen. Auch diesen Service als Systemlieferant hat KOWE als zusätzliches Geschäftsfeld erkannt und ist bereits erfolgreich darin tätig.

Richtig und schnell kalkulieren

Die Preise am Markt sind knapp und daher sind die zentralen Faktoren die Vorkalkulation und eine exakte Kostenrechnung geworden. Die betrieblichen Durchlaufzeiten sowie die Fehlerquote sind ständig im Auge zu behalten. Sämtliche Prozesse sind laufend einem strengen Controlling zu unterziehen. Nur so ist es möglich am Markt erfolgreich bestehen zu können.

Dazu ist es absolut notwendig, dass das gesamte Team gut aufgestellt und abgestimmt ist und die Unternehmensziele immer vor Augen hat. Die konsequente Verfolgung dieses Ziels funktioniert am besten, wenn sich die Mitarbeiter im Unternehmen wohl fühlen. Daher gewinnen die sogenannten soft-facts immer mehr an Bedeutung. Die Mitarbeiter erwarten sich gute Arbeitsbedingungen, Wertschätzung
für ihre Arbeit, Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und ein gewisses Maß an Sicherheit. Auch diese Faktoren evaluiert KOWE laufend.

Flexibilität als Erfolgsbaustein

Die Position der Zulieferer ist aktuell nicht besonders gut. Die großen Automobilwerke drosseln wieder ihre Produktion, das spüren alle in der Lieferkette anschließenden Branchen. Der Zulieferbetrieb muss ständig nach jenen Branchen Ausschau halten, die gerade boomen und dort unmittelbar seine Leistungen anbieten. Das verlangt eine hohe Flexibilität, macht aber den Beruf des Zerspanungstechnikers, gerade bei Lohnfertigern, so interessant und abwechslungsreich.


Siegfried Kobencic, Geschäftsführer KOWE CNC-Metallverarbeitungs GmbH
Vollautomatische Fertigung, wie hier in der Fräserei bei KOWE, ist laut Siegfried Kobencic zukünftig ein Muss um national und international bestehen zu können.


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Special Digitalisierung der Zerspanungstechnik

WT_Technology-Center_Toolroom_vernetzt.jpg Die aktuell wichtigste Aufgabenstellung für Hersteller und Anwender von Werkzeugmaschinen ergibt sich aus der Digitalisierung der Produktionsumgebungen. Auf der EMO 2017 haben zahlreiche Anbieter IHRE Möglichkeiten für eine Smarte Zerspanung vorgestellt – mit unterschiedlichem Fokus spiegelten sich vielfältige Lösungen zur Vernetzung, Datenanalyse und zu neuen Services wider.
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Im Gespräch

/xtredimg/2018/Fertigungstechnik/Ausgabe231/16304/web/Meusburger_Norman_Jussel_2.jpgInnovative Normalien heben Wettbewerbsfähigkeit im Werkzeugbau: Werkzeugbauer noch besser unterstützt
Meusburger nutzte die Werkzeug- und Formenbautage in Bregenz unter anderem auch dazu, neue Produkte erstmals vorzustellen. Das Neuheitenprogramm umfasst zahlreiche Innovationen auf allen Gebieten, auf denen der Vorarlberger Normalienhersteller tätig ist. Wie Formen- und Werkzeugbauern von diesen durch bessere Wettbewerbsfähigkeit profitieren können, erläuterte uns Norman Jussel, Produktmanager Formenbau bei Meusburger, während der gelungenen Kundenveranstaltung. Das Gespräch führte Ing. Peter Kemptner, x-technik
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