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Hermle steigert Auftragseingang im ersten Halbjahr 2018 um 22 %

: Hermle


Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG konnte ihr Geschäft im ersten Halbjahr 2018 ausbauen. Der Auftragseingang des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers stieg gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum konzernweit um 22,4 % auf 248,7 Mio. Euro (Vj. 203,2). Hermle profitierte neben der außergewöhnlich guten Branchenkonjunktur von erfolgreichen Produktinnovationen in den Bereichen Automation und Digitalisierung sowie dem neuen Bearbeitungszentrum C 650.

Im Inland erhielt das Unternehmen in den ersten sechs Monaten mit 112,6 Mio. Euro 41,1 % mehr neue Bestellungen (Vj. 79,8), im Ausland wurde eine Steigerung um 10,3 % auf 136,1 Mio. Euro erzielt (Vj. 123,4). Der Auftragsbestand erhöhte sich per Ende Juni 2018 auf 158,8 Mio. Euro nach 108,9 Mio. Euro am Vorjahresstichtag und 125,0 Mio. Euro zum Jahreswechsel.

Der Konzernumsatz von Hermle nahm von Januar bis Juni 2018 um 14,3 % auf 214,9 Mio. Euro zu (Vj. 188,0). Das Inlandsvolumen wuchs um 2,2 % auf 83,6 Mio. Euro (Vj. 81,8) und der Auslandsumsatz um 23,6 % auf 131,3 Mio. Euro (Vj. 106,2). Durch den Mehrumsatz und die sehr gute Kapazitätsauslastung vergrößerte sich das Betriebsergebnis (EBIT) konzernweit um 12,6% auf 45,2 Mio. Euro (Vj. 40,2). Wegen unerwartet starker Preissteigerungen bei einigen Rohmaterialien, der Tariferhöhungen und des schwachen Dollarkurses fiel das Plus beim EBIT etwas geringer aus als beim Umsatz. Aus der gemäß den IFRS-Bilanzierungsstandards erforderlichen Neubewertung der Anteile der auf Automatisierung spezialisierten Tochtergesellschaft Hermle-Leibinger Systemtechnik GmbH (HLS), welche die Hermle AG wie berichtet Anfang 2018 von 49 % auf 100 % aufgestockt hatte, resultierte ein positiver, nicht nachhaltiger Einmaleffekt von 4,9 Mio. Euro. Daher stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 50,2 Mio. Euro (Vj. 40,3) und der Halbjahresüberschuss nach Steuern auf 37,9 Mio. Euro (Vj. 29,7).

Die Finanz- und Vermögenslage des Hermle-Konzerns stellte sich zur Jahresmitte 2018 weiterhin sehr solide dar: Die Konzernbilanz war zum Stichtag zu 70,0 % mit Eigenmitteln hinterlegt (31.12.2017: 71,8) und die liquiden Mittel beliefen sich auf 140,9 Mio. Euro (31.12.2017: 103,4).

Nach dem Abschluss der beiden Großprojekte am Firmensitz und am neuen Standort Zimmern ob Rottweil normalisierten sich die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Hermle-Konzerns im Halbjahresvergleich mit 5,2 Mio. Euro (Vj. 9,5 Mio. Euro) etwas. Neben einigen nachlaufenden Maßnahmen, beispielweise der Installation eines neuen Paletten-bahnhofs
für die spanende Fertigung, lagen Schwerpunkte auf der Blechfertigung und der Anschaffung eines Hermle-Bearbeitungszentrums für die Ausbildung. Der Kauf der restlichen Anteile der HLS führte zu Finanzinvestitionen in Höhe von 2,8 Mio. Euro (Vj. 0).

Am 30. Juni 2018 beschäftigte Hermle – inklusive der 93 Arbeit-nehmer der HLS – konzernweit 1.212 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj. 1.035). Am Vorjahresstichtag wurden die damals 82 HLS-Beschäftigten noch nicht einbezogen. Neueinstellungen gab es ferner am Standort Zimmern, im Service sowie bei der US-Tochtergesellschaft. Außerdem wurden vor allem in der Montage Auszubildende mit erfolgreichem Abschluss übernommen. Stichtagsbezogen nahm die Zahl der Auszubildenden deshalb von 84 auf 70 junge Menschen ab.

Insgesamt bewegte sich das Geschäft von Hermle im ersten Halbjahr am oberen Ende der Erwartungen, wobei das Unternehmen davon ausgeht, dass sich der Werkzeugmaschinenbau im Berichtszeitraum in einem zyklischen Konjunkturhoch befand, das sich im weiteren Jahresverlauf abschwächen wird. Auf Basis des hohen Auftragsbestands rechnet Hermle bei Umsatz und Betriebs-ergebnis (EBIT) im Gesamtjahr 2018 unverändert mit einem Zuwachs im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich. Aufgrund von Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten, der Tariferhöhungen und des zumindest im ersten Halbjahr anhaltend schwachen Dollarkurses dürfte das Plus beim EBIT etwas geringer ausfallen als beim Umsatz. Sollte sich die aktuell sehr starke Nachfrage fortsetzen, könnte das obere Ende des Erwartungskorridors oder ein etwas besserer Verlauf erreicht werden.



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